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Huber+Suhner wächst kräftig

Der Komponentenhersteller steigert den Umsatz 2018 dank eines starken zweiten Semesters markant. Das Schlussquartal verliert jedoch leicht an Dynamik.

(AWP/AM) Der Komponentenhersteller Huber+Suhner (HUBN 56 -2.27%) ist im Geschäftsjahr 2018 markant gewachsen. Im Gegensatz zu anderen Industrieunternehmen fiel dabei das zweite Semester noch etwas besser aus als das erste, allerdings verlangsamte sich das Tempo im Schlussquartal minim.

Konkret zog der Umsatz um gut 14% auf 885 Mio. Fr. an. Dies ist ein Wert mit Ansage, nachdem das Unternehmen gleich zu Jahresbeginn angekündigt hatte, dass der Umsatz leicht über die zuvor prognostizierten 860 bis 880 Mio. Fr. zu liegen komme.

Lässt man den Einfluss der schwankenden Kupferpreise, der Währungen und der Veränderungen im Portfolio weg, ergab sich ein organisches Wachstum von 13,6%, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Somit hat sich das Wachstumstempo im zweiten Semester gar noch beschleunigt, nachdem für das erste Semester ein Wert von 11,5% ausgewiesen worden war. Nach neun Monaten resultierte gar ein organisches Plus von 14,4%, womit sich das Schlussquartal moderat schwächer präsentierte als das dritte Quartal.

Mit Blick nach vorne schaut es allerdings etwas moderater aus: So kletterte der Auftragseingang als Indikator für die kommenden Verkäufe auf Jahresbasis zwar um knapp 11% auf 915 Mio. Fr. Im dritten Quartal hat sich der Bestellungseingang aber auf noch 4% abgeschwächt, im vierten resultierte gar ein Minus von 5% zur Vorjahresperiode.

Alle Märkte und Regionen wachsen

Das gute Umsatzwachstum führte Huber+Suhner auf eine «positive Entwicklung in allen drei Hauptmärkten Kommunikation, Transport und Industrie sowie in allen geografischen Hauptregionen» zurück.

Innerhalb des Kommunikationsmarkts profitierte der Umsatz vom Ausbau der Mobilfunknetze und vom starken Wachstum des Teilmarkts Rechenzentren. Im Transportmarkt entwickelten sich beide Teilmärkte Bahnen und Automobil gut. Die Entwicklung im Industriemarkt bezeichnet Huber+Suhner als «dynamisch».

Zum Ausblick für das laufende Geschäftsjahr macht Huber+Suhner wie üblich im Januar noch keine Angaben. Ende November sagte CEO Urs Ryffel in einem Interview mit AWP, dass das Unternehmen derzeit von der guten Entwicklung der laufenden Wachstumsinitiativen und der sehr guten Verfassung der Kernmärkte profitiere.

Verhaltener Optimismus für 2019

Ein zweistelliges Wachstum werde sich aber nicht jedes Jahr wiederholen lassen. Zudem sah er auch bereits eine Verflachung der allgemeinen Konjunktur. «Und sollte es wegen der politischen Spannungen zu Verwerfungen an der Währungsfront kommen, würden wir das spüren. Insgesamt bin ich trotzdem verhalten optimistisch für 2019», so Ryffel vor knapp zwei Monaten.

Huber+Suhner hilft die Ausrichtung auf neue, schnell wachsende Technologiemärkte. Das Unternehmen stellt unter anderem Spezialstecker für Handyantennen her, Verbindungstechnik für Rechenzentren oder kühlbare Starkstromkabel für Schnellladestationen von E-Autos – allesamt Märkte mit Entwicklungspotential.

Auf schnellwachsende Märkte ausgerichtet

Selbst wenn das Weltwirtschaftswachstum 2019 etwas niedriger ausfällt als 2018, wird das Huber+Suhner nicht auf Dauer belasten. Ab 2020 wird zudem der Wechsel auf die 5G-Technik in der Handyübertragung für zusätzlichen Schub im Geschäft mit Antennenzubehör sorgen. Und in den Rechenzentrenmarkt ist Huber+Suhner erst kürzlich eingetreten, was in den nächsten Jahren Wachstum auch ohne Rückenwind der Konjunktur verspricht. Im Bereich Schnelladestationen für E-Automobile laufen in Europa und Nordamerika grosse Aufrüstprogramme, an denen Huber+Suhner mitpartizipiert.

Den Jahresabschluss mit den Gewinnzahlen wird Huber+Suhner am 19. März 2019 veröffentlichen.

Huber+Suhner ist in der elektrischen und optischen Verbindungstechnik tätig und stellt Komponenten für Kommunikationslösungen her. Dazu werden die drei Technologien Hochfrequenz, Fiberoptik und Niederfrequenz genutzt. Die Hauptmärkte sind unterteilt in Kommunikations-, Transport- und Industrieanwendungen.

Die komplette Historie zu Huber+Suhner finden Sie hier. »