Unternehmen / Finanz

Hürden in der Finanzierung einer klimaneutralen Wirtschaft

Unterschiede in der Regulierung zum Schutz der Umwelt werden ausgenutzt. Das könnte zu einer Zweiklassen-Klimaschutz-Gesellschaft führen.

Steven Ongena

Angesichts der anhaltenden Umweltzerstörung, der kompromisslosen Ausbeutung natürlicher Ressourcen, der unumkehrbaren Reduktion der biologischen Vielfalt sowie des fortschreitenden Klimawandels sind dringend Massnahmen erforderlich, um den Übergang in eine nachhaltig orientierte Gesellschaft zu ermöglichen. Im letzten Jahrzehnt, und noch ausgeprägter in jüngster Zeit, hat sich die öffentliche Aufmerksamkeit in diesem Zusammenhang vermehrt auf die Rolle der Finanzindustrie fokussiert.

Es fragt sich, welchen Beitrag das vorherrschende Finanzökosystem bei der Umgestaltung unserer Volkswirtschaften auf «netto null» leisten kann und wie es die wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung, die mit diesem Wandel einhergeht, positiv zu beeinflussen vermag. Die Erwartungen an die Finanzakteure sind hoch. Sie sollen sicherstellen, dass die enormen Investitionen, die für diese gesamtwirtschaftliche Neuausrichtung notwendig sind, tatsächlich geschehen und diese begünstigen. Banken, institutionelle Anleger, Unternehmen und Kapitalmärkte spielen dabei eine zentrale Rolle.

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