Unternehmen / Finanz

Hypi Lenzburg dank Diversifikation erfolgreich

Analyse | Die Aargauer Regionalbank schliesst das Halbjahr mit mehr Gewinn ab. Das verdankt sie ihrem Ideenreichtum.

Im Aargau bricht man mit Traditionen nicht leichtsinnig. Wie in den Jahren zuvor hat die Hypothekarbank Lenzburg am Mittwochabend die Berichtssaison der Schweizer Banken eröffnet. Und muss sich dabei nicht verstecken. Trotz höherer Rückstellungen und einer grösseren Steuerlast hat die Aargauer Regionalbank im ersten Halbjahr rund 10% mehr Gewinn geschrieben.

Der positiven Entwicklung zum Trotz macht das Ergebnis das Kernproblem der Bank deutlich. Der Druck im Hypothekargeschäft nimmt mit der Ablösung höher verzinster Verträge durch zinsgünstige Abschlüsse zu. Der Zinsertrag lag nach sechs Monaten 4,3% tiefer als im Vorjahr. Dass sich das nicht nachteilig auf den Ertrag auswirkt, liegt in erster Linie daran, dass die Hypi sich besser als andere Banken darauf versteht, die Negativzinsen für sich zu nutzen. Seit der Erhöhung der SNB-Freigrenzen für Giroguthaben weibelt sie im Interbankenmarkt um die Gelder anderer Banken. Die Negativzinsen, die sie dafür entrichten, haben den Zinsaufwand in der Berichtsperiode von 2,5 auf 1 Mio. Fr. gedrückt. Denkbar, dass die Hypi schon im kommenden Jahr einen negativen Zinsaufwand verbuchen kann.

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