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Märkte / Immobilien

Hypothekarzinsen fallen nach SNB-Schock

Nach dem Zinsentscheid der Schweizerischen Nationalbank zeigen sich bereits erste Auswirkungen bei den langfristigen Hypothekarzinsen. Zahlreiche Anbieter haben ihre Richtsätze seit vergangener Woche gesenkt.

Die langfristigen Finanzierungskosten für Wohneigentum in der Schweiz sind erneut gesunken. Mit den niedrigeren Richtsätzen reagieren die Hypothekenfinanzierer auf die Zinssenkung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) vom vergangenen Donnerstag. Sie hat ihr Zielband für den Dreimonats-Libor von −0,75 bis 0,25% auf –1,25 bis −0,25% angepasst (lesen Sie hier mehr). Bereits vor dem Entscheid notierten die Hypothekarzinsen auf historisch niedrigem Niveau.

Die Zinsen für zehnjährige Hypotheken sind seit dem vergangenem Dienstag durchschnittlich rund 21 Basispunkte (100 Bp = 1 Prozentpunkt) gefallen. Die grössten Abschläge haben Credit Suisse und PostFinance vorgenommen und die Zinsen jeweils um 40 Bp gesenkt. Homegate offeriert den günstigsten Langläufer und verlangt noch 0,74%. Am teuersten ist die zehnjährige Hypothek der Hypo Lenzburg (1,6%). Mit Ausnahme von Swiss Life und Zurich haben sämtliche Anbieter die Richtsätze für langfristige Finanzierungen gesenkt.

Bei den kurzen und den mittleren Laufzeiten haben zahlreiche Finanzierer die Konditionen nicht angetastet. Die Zinsen für zweijährige Hypotheken sind im Schnitt leicht gesunken, bei den übrigen Laufzeiten haben sie sich kaum verändert.

Eine Minderheit der Anbieter publiziert Richtsätze für fünfzehnjährige Laufzeiten. Die Bandbreite liegt gemäss einer Tabelle des Vermögenszentrum (VZ) zwischen 1,52% (Zurich) und 2,06% (Luzerner Kantonalbank).