Märkte / Immobilien

Hypothekarzinsen fallen weiter

Langfristige Immobilienkredite der Schweizer Anbieter sind im März erneut günstiger geworden. Ein Anstieg zeichnet sich nicht ab.

Gute Zeiten für Hausbesitzer: Die langfristige Finanzierung von Wohneigentum in der Schweiz ist im März erneut günstiger geworden. Alle untersuchten Anbieter haben im Vergleich zum Vormonat die Zinsen auf zehnjährige Festhypotheken gesenkt – zum Teil deutlich. Im Schnitt verlangen sie noch 1,135% auf die Langläufer und damit so wenig wie noch nie.

Das günstigste Angebot erhalten Wohneigentümer derzeit bei Homegate. Das Onlineportal verlangt für die Langläufer nur noch 0,93%. Auch das Onlineangebot der Glarner Kantonalbank (GLKBN 31.2 1.63%), Hypomat.ch, sowie Swiss Life (SLHN 463.7 1.18%) und Zurich Insurance (ZURN 347.1 0.73%) bieten zehnjährige Festhypotheken für weniger als 1% Zins an.

Die drei Anbieter haben mit 17 respektive 18 Basispunkten (100 Bp = 1 Prozentpunkt) mitunter den grössten Abschlag gegenüber dem Vormonat vorgenommen. Deutlich gesunken sind die Sätze am langen Ende auch bei Raiffeisen (–17 Bp), Swissquote (SQN 40.34 3.07%) (–17 Bp) und Credit Suisse (CSGN 11.05 1.75%) (–16 Bp).

Kaum Bewegung gab es bei den kurz- und den mittelfristigen Immobilienkrediten. Auf fünfjährigen Festhypotheken verlangen die Anbieter im Schnitt noch 0,925% (–3,1 Bp). Die zwei- und die dreijährigen sind weitgehend stabil geblieben. Damit hat sich die Differenz zwischen den Zinsen am langen und am kurzen Ende erneut verkleinert.

Eine baldige Normalisierung dieser extremen Situation ist unwahrscheinlich. Die für die Hypothekarsätze massgebenden Zinsen der Schweizerischen Nationalbank hängen de facto von der Zinspolitik ab, die die Europäische Zentralbank beschliesst. Als diese vor zwei Wochen überraschend deutlich jeder weiteren Zinsnormalisierung eine Absage erteilte, hat das hierzulande den Abwärtstrend der Hypothekensätze unterstützt. Libor-Hypotheken und Kredite mit einer kurzen Laufzeit dürften noch für mindestens zwölf Monate niedrig bleiben.

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