Eingeloggt Nicht eingeloggt Suche E-Mail Leseliste Aktiv auf Leseliste Drucken Uhr E-Mail Term-Tag Arrow Left Arrow Right Arrow Down Arrow Up Charts Lock Abo Circle Circle Open Six Exchange Six Exchange Facebook Twitter Linkedin Xing Googleplus Whatsapp
Märkte / Makro

Hypothekarzinsen geben in allen Laufzeiten nach

Viele Banken haben sich gut auf den antizyklischen Kapitalpuffer vorbereitet. Erwartungsgemäss hat der antizyklische Kapitalpuffer daher keinen Zinsschub ausgelöst – das Gegenteil ist der Fall.

Seit dem 30. September ist der antizyklische Kapitalpuffer in Kraft. Er verpflichtet die Banken, ihren Hypothekenbestand mit 1% mehr Eigenkapital zu unterlegen. Die zusätzlichen Kosten verteuern die Hypotheken um 3 bis 5 Basispunkte (Bp). Für die Umsetzung hatten die Banken seit Februar Zeit. Die meisten haben die Anpassung daher bereits in den vergangen Monaten über eine Ausweitung ihrer ­Margen vollzogen, was sich in der markanten Erhöhung der Zinsen vor allem in den langen Laufzeiten gezeigt hat.

Erwartungsgemäss hat der antizyklische Kapitalpuffer daher keinen Zinsschub ausgelöst. Im Gegenteil: Seit Anfang Oktober sinken die Sätze in allen Lauf­zeiten.

Marktnah sind die kurzfristigen Zinsen bis zu drei Jahren. Sie lassen sich nicht von der Entwicklung der Eurozone abkoppeln und haben bis zu 15 Bp nachgegeben. Langläufer über acht Jahre sind im Durchschnitt 10 Bp gesunken.

Obwohl immer noch auf historischem Tief, werden zehnjährige Hypotheken mit einer Zwei vor dem Komma von den Schuldnern als teuer empfunden. Sie bevorzugen Laufzeiten von fünf bis acht Jahren – und zahlen damit die höchsten Margen. In diesem Segment haben die Sätze nämlich nur minimal nachgegeben und bewegen sich seitwärts. In den einzelnen Laufzeiten haben sich aber die Zinsunterschiede zwischen den Banken ausgeweitet. Vor allem bei der Erneuerung beste­hender Hypotheken versuchen die Banken, ihre Richtsätze durchzusetzen.