Märkte / Immobilien

Hypozinsen steigen auf Höchstwert seit zwei Jahren

Wer in der Schweiz Wohneigentum finanzieren will, muss so viel Zinsen zahlen wie seit Februar 2019 nicht mehr.

Der Ausverkauf an den internationalen Anleihenmärkten lässt die Hypothekarzinsen in der Schweiz nochmals steigen. Die von der FuW monatlich beobachteten 13 Anbieter verlangen im März im Durchschnitt einen langfristigen Richtsatz von 1,22%. Das ist der höchste Wert seit Februar 2019, als er bei 1,27% gelegen hatte. Dieses Jahr im Februar war der zehnjährige Hypozins bereits von 1,05% auf 1,14% gestiegen. Bei kürzer laufenden Hypotheken stagnieren dagegen die Sätze.

Die Bauzinsen in der Schweiz werden massgeblich von den Renditen der Bundesobligationen beeinflusst. Am Donnerstag hatte sich der Renditeanstieg bei den «Eidgenossen» wieder verschärft, nachdem die US-Notenbank am Vortag ihre lockere Geldpolitik bekräftigt hatte. Konkret heisst dies, dass die Verzinsung zehnjähriger Schweizer Staatspapiere wieder weniger negativ wird: Am Donnerstag stieg sie auf –0,21%, Anfang des Jahres waren es noch rund –0,60%.

Seit die Demokraten im Januar die Mehrheit im US-Kongress gewonnen haben, richten sich die Anleger auf steigende Inflationsraten in den USA ein: Deshalb verlangen Investoren als Kompensation eine höhere Rendite auf Obligationen. Auch in Europa ziehen die Inflationserwartungen an. Am Donnerstag stiegen sie in der Eurozone gemäss den fünfjährigen Terminswapsätzen für in fünf Jahren (5y 5y Forward Inflation Swap) auf 1,5%. Das ist der höchste Wert seit Anfang 2019. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?