Unternehmen / Ausland

IBM kauft Red Hat in Megadeal

USA Der IT-Riese will das Cloud-Geschäft für 34 Mrd. $ ankurbeln.

Der amerikanische IT-Konzern IBM greift tief in die Taschen und zahlt 34 Mrd. $ für die grösste Übernahme in der 107-jährigen Geschichte. «Diese Akquisition machen wir für das Wachstum», begründete IBM-Chefin Ginni Rometty den Zukauf. Damit hapert es seit längerem beim Technologiekonzern, während die 1993 gegründete Softwareschmiede Red Hat ihren Umsatz stark steigerte – im jüngsten Quartal knapp 14% auf 823 Mio. $.

IBM zahlt 190 $ je Aktie in bar für Red Hat. Das ist eine Prämie von 63%, gemessen am Schlusskurs vom Freitag. Die Übernahme wurde von der Führungsspitze beider Unternehmen gutgeheissen, sie soll in der zweiten Hälfte 2019 vollzogen werden. Im Zentrum des Deals steht das Geschäft mit Dienstleistungen in Rechenzentren, ausgeliefert über das Internet, kurz Cloud-Geschäft. Red Hat fügt dem Open-Source-System Linux-Software hinzu und bietet Kunden neben einem abobasierten Gesamtpaket auch Dienstleistungen an. IBM verspricht sich renditestärkere Angebote und wiederkehrende Einnahmen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?