Unternehmen / Finanz

«Ich bin für den harten Franken»

Der Financier Tito Tettamanti spricht mit «Finanz und Wirtschaft» über die Gefahren in Europa, die Schweizer Nationalbank, das Bankgeheimnis und seine Investitionen.

Gret Heer

Der Tessiner Tito Tettamanti sorgt immer wieder für Überraschungen. Zurzeit hauptsächlich in der Medienbranche. Das Geld verdient er aber durch geschickte Investitionen.

Herr Tettamanti, viele Bürger in Europa wehren sich gegen die Sparpolitik. Wie ­beurteilen Sie die Lage?
Ich bin sehr, sehr beunruhigt. Unser Gesellschaftsmodell hat versagt. Wir können es nicht mehr finanzieren. Die wirkliche Krise steckt vielmehr in den Staatsfinanzen als in den Finanzen der Banken. Den Bürgern wurden falsche Versprechungen gemacht. Die Politiker sagten, wir schützen dich von der Wiege bis zur Bahre. Das gilt nicht mehr, und deswegen sind die Bürger zu Recht erzürnt. Dem griechischen Coiffeur wurde erklärt, dein Beruf ist so riskant, dass du mit 52 Jahren pensioniert wirst. Jetzt fehlt das Geld für seine Altersvorsorge. Er wurde von der Politik betrogen.

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Leser-Kommentare

Martin Aronsky; Wädenswil 16.06.2012 - 23:37
Herrn Tettamanti’s Überlegungen sind so banal wie einleuchtend. Er ist nicht Quer-, sondern Klardenker. Und erkennt, dass der Schweizer Franken ein Exportschlager ist, wenn nicht sogar qualitativ das Beste aller Produkte. Wenn der Franken nun geschächt rsp. entwertet wird, ist das in etwa so, wie wenn man es künstlich verschlechtert. Es ist eine Tatsache, dass ein harter Franken in Kombination… Weiterlesen »
Helmut Rüdiger 20.06.2012 - 11:09

Ein immerwährendes Wachstum ist mathematisch unmöglich, ist ein Widerspruch in sich. Solange eine Wachstum als unumgängliche Voraussetzung für die Gesundung der Wirtschaft betrachtet wird, kann es langfristig nicht aufgehen.