Unternehmen / Industrie

«Ich werde der Firma treu bleiben»

Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident von Stadler Rail, über den geplanten Börsengang, den Wert des Unternehmens und die Konkurrenz aus China.

Seit Monaten ist darüber spekuliert worden. Am Dienstag ist aus der «Option» eines Börsengangs, wie es bei Stadler Rail lange hiess, Gewissheit geworden: Der Rollmaterialhersteller aus dem thurgauischen Bussnang will an die Börse. Wann genau, darauf wollte sich Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler nicht festlegen. Im Interview sagt er stattdessen, weshalb er den Schritt wagt und womit Anleger rechnen können.

Herr Spuhler, Stadler Rail will an die Börse. Weshalb?
Stadler ist in den letzten Jahren sehr stark gewachsen, zwischen 2018 und 2020 wird sich der Umsatz nochmals verdoppeln. Bis jetzt konnten wir das Wachstum aus eigener Kraft finanzieren, dank einer sehr soliden Bilanz. Aber ob das in einem sich konsolidierenden Markt in Zukunft noch möglich sein wird, ist unklar. Deshalb möchten wir als Option die Kapitalmarktfähigkeit haben. Ob wir sie dann brauchen, ist offen. Der zweite Grund ist die Reputation: Ein kotiertes Unternehmen hat in einigen Märkten, in denen wir tätig sind, ein höheres Ansehen. Das gilt vor allem für den angelsächsischen Raum und Skandinavien.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare

Willy Huber 20.03.2019 - 12:05
Es ist mir noch immer nicht klar, warum das schweizerische Unternehmen Stadler Rail mit ihrem sympathischen CEO (Stadler) 2010 bei der SBB nicht zum Zug kam. Heute sind von den ca. 60 im Jahre 2010 bei Bombardier bestellten Zügen erst 12 in Betrieb, allerdings mit erheblichen Mängeln. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sowas bei Stadler, die übrigens vermutlich von… Weiterlesen »