Unternehmen / Finanz

«Ida» hat teure Folgen

Wegen der Wetterschäden in den USA müssen die Versicherer vermutlich bis 44 Mrd. $ zahlen.

Die Schadenschätzung im Gefolge des Hurrikans «Ida» steigt. Er hat bei seiner Durchquerung der USA vom Golf von Mexiko bis hoch nach New York durch Starkwinde und Überflutungen schwere Verwüstungen hinterlassen. Die Versicherungsunternehmen müssten bis 44 Mrd. $ zahlen, machte der auf Schadenschätzungen spezialisierte US-Dienstleister Risk Management Solutions am Freitag bekannt. Frühere Werte auch anderer Schadenschätzer lagen im Bereich von 30 bis 40 Mrd. $.

Den überwiegenden Teil der versicherten Leistungen werden die Rückversicherer schultern müssen. Die Branchenführer – darunter Swiss Re – beziffern ihren Anteil an der Schadensumme bislang nicht. Für den Schweizer Konzern dürfte die Belastung signifikant ausfallen. Sie addiert sich zu den Verpflichtungen, die durch die Sommerunwetter in Europa entstanden sind.

Für Dividende genügend Reserven

Noch ist die Hurrikansaison nicht abgeschlossen, und weitere schwere Naturereignisse könnten folgen. Der Schweizer Konzern hatte im ersten Semester auf 7% höheren Einnahmen 1 Mrd. $ Überschuss ausgewiesen. Die Eigenmittelrendite kletterte nach mehreren schwachen Jahren und dem defizitären 2020 auf 8%, auch dank anhaltend kräftiger Rendite der Vermögensanlagen. Dank des Ergebnispolsters des ersten Halbjahres wird Swiss Re nach aktueller Einschätzung für das Gesamtjahr mit positivem Resultat schliessen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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