Zum Thema: Achtung, fertig, Börsengang

Identec Group

Die automatische Identifizierung und Loka­lisierung mit Radio Frequency Identification (RFID) gilt als eine Grundlage für das Internet der Dinge, für das sich Auguren mit kühnen Prognosen überbieten. Oft erleben umwälzende Technologien aber erst mal einen «Durchhänger», bevor sie zum Siegeszug ­ansetzen. Dass es nicht immer so rasch wie erhofft vorangeht, wissen die Investoren der Identec Group, die sich seit über zehn Jahren auf RFID-Lösungen ausrichtet.

Ihr österreichischer Hauptaktionär und ­Verwaltungsratspräsident Martin Zumtobel sprach früher schon von einem IPO, so im Frühjahr 2011, als er zugleich für 2012 einen Umsatz von 70 bis 75 Mio. € in Aussicht stellte. Es wurden 51 Mio. €. Dennoch wächst die Gruppe wacker: 2013 erreichte sie nach FuW-Informationen mit etwa 60 Mio. € Umsatz ein ausgeglichenes Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda).

Die Gruppe in Liechtenstein hat um die 150 Investoren, darunter die Familie Elsener, der die Messerschmiede Victorinox ­gehört, und Intel Capital. Da einige von ­ihnen an den Exit denken und um das Wachstum zu sichern, wägen die Zustän­digen die Optionen ab: Piper Jaffray und eine weitere US-Investmentbank erstellten eine Liste mit potenziellen Käufern, mit Namen wie ABB (ABBN 22.31 0.86%) und IBM (IBM 139.75 -1.38%).

Dazu ist wieder die Variante IPO im Spiel, weniger für die Gruppe als Ganzes, aber für einzelne der Töchter, die etwas reifer sind. Das sind Gantner und Identec Solutions, die um 25 Mio. € umsetzen und profi­tabel sind. Berater für ein IPO sind noch nicht engagiert, viele Vorarbeiten etwa betreffend Rechnungslegung aber gemacht. Eine Publikumsöffnung 2014 sei machbar, heisst es.