Unternehmen / Gesundheit

Scheinbar holprige Markteinführung von Idorsias Hoffnungsträger

Analyse | Prima vista floppt die Markteinführung von Idorsias wichtigstem Medikament. In Wirklichkeit befindet es sich jedoch auf der Überholspur.

Eine gelungene Markteinführung sieht anders aus – zumindest auf den ersten Blick. Die im Mai lancierte Schlaftablette Quviviq, Idorsias grosser Hoffnungsträger, erzielte im ersten Halbjahr einen Umsatz von 0,4 Mio. Fr. Analysten hatten mit Einnahmen über 7 Mio. Fr. gerechnet. Da Idorsia das Mittel jedoch für die ersten dreissig Tage kostenlos abgibt, reflektiert der rapportierte Umsatz nicht die tatsächliche Nachfrage.

Am Investoren-Call vom Dienstag wurde die Lancierung von Quviviq als «hervorragend» bezeichnet. Das Mittel soll nach nur sechs Wochen mehr Patienten erreicht haben als der Wirkstoff Dayvigo von Konkurrent Eisai in zwei Jahren.

Neue Medikamente wachsen rasant

Auch Pivlaz überzeugt. Das Mittel zur Behandlung einer bestimmten Art von Hirnblutungen kam im April auf den japanischen Markt und hat in der ersten Jahreshälfte bereits 11,4 Mio. Fr. in die Unternehmenskasse gespült. Das sind rund 8 Mio. Fr. mehr, als Analysten prognostiziert hatten. Pivlaz wird rasch aufgenommen: Im Juni wurden in Japan bereits 10% der Patientenpopulation mit dem Mittel behandelt. Das erstaunt nicht, ist es doch das erste Medikament gegen solche potenziell lebensbedrohlichen Vorfälle seit 25 Jahren.

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