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IFF fusioniert mit DuPont-Sparte

Neue Nummer zwei nach Givaudan: IFF schliesst sich mit der Sparte für Nahrungszusatzstoffe des US-Spezialchemieherstellers zu einem 45-Mrd.-$-Konzern zusammen.

(Reuters) Der US-Duft- und Aromenhersteller International Flavors & Fragrances (IFF) wird zu einem neuen Branchenriesen. Dafür schliesst sich IFF mit der Sparte für Nahrungszusatzstoffe des US-Spezialchemiekonzerns DuPont zusammen. Das neue Unternehmen habe einen Wert von mehr als 45 Mrd. $, teilten beide Seiten am Sonntagabend mit. Das DuPont-Geschäft wird bei dem Deal mit 26,2 Mrd. $ bewertet. Nach dem Zusammenschluss werden die IFF-Aktionäre 44,6 % an dem neuen Unternehmen halten, der Rest liegt bei den Anteilseignern von DuPont.

Zusammen kommen die beiden Unternehmen auf einen Umsatz von mehr als elf Mrd. $ und einen Betriebsgewinn von 2,6 Mrd. $. Das Angebot beider Firmen ergänze sich sehr gut, sagte Andreas Fibig , der seit 2014 Vorstandschef von IFF ist und zuvor sechs Jahre das Pharmageschäft von Bayer (BAYN 52.68 3.97%) leitete. Er soll auch das neue Unternehmen als Vorstandschef führen. Das New Yorker Unternehmen ist der weltweit zweitgrösste Hersteller von Duft- und Aromastoffen nach dem Marktführer Givaudan (GIVN 2975 3.84%). Das Unternehmen konkurriert auch mit der niedersächsischen Symrise (SY1 82.16 3.53%) und der Schweizer Firmenich, die gleichauf Nummer drei in dem Markt sind. IFF hatte sich erst 2018 mit der gut sieben Mrd. $ schweren Übernahme der israelischen Frutarom deutlich verstärkt.

Die nun geplante Transaktion ist als sogenannter Reverse Morris Trust geplant, eine in den USA steuerfreie Fusion mit einem anderen Unternehmen. Mit Abschluss der Transaktion wird DuPont von IFF einmalig 7,3 Mrd. $ in Bar erhalten. Der grösste Anteilseigner von IFF, Winder Investments, hat dem Deal bereits seine Zustimmung signalisiert. Auch die Aufsichtsräte von IFF und DuPont haben schon zugestimmt, grünes Licht ist noch von den zuständigen Wettbewerbshütern nötig. Mit dem Abschluss des Deals wird bis Ende des ersten Quartals 2021 gerechnet.