Märkte / Aktien

Illiquidität erschwert Handel mit Aktien

Die Liquidität im Handel von kleinkapitalisierten Titeln in der Schweiz ist gesunken. Aber nicht nur dort. Selbst in Amerika warnen Marktbeobachter.

Wer Feintool, Bucher, Lindt & Sprüngli oder andere Nebenwerte im Depot hat, aufgepasst: «Die Liquidität ist schwieriger geworden. Bei Small Caps wie auch bei Mid Caps. Bei den kleinkapitalisierten Unternehmen ist es aber extremer», sagt Martin Lehmann, Fondsmanager von 3V Asset Management, gegenüber FuW. Lehmann muss es wissen, investiert er doch seit vierzehn Jahren mit seinem Small & Mid Cap Fund in Schweizer Nebenwerte.

«Mein Handelsvolumen im laufenden Jahr ist unterdurchschnittlich», ergänzt er. Es gebe weder In- noch Outflows. Das ist ein Problem. «Wenn Zuflüsse fehlen und es so viele Ausschläge hat, bleibt man eher an der Seitenlinie. Dadurch werden die Ausschläge grösser.» In volatilen Zeiten gehe darum nichts über Liquidität. «Hier mache ich keine Abstriche», sagt er, «darum gehe ich neue Positionen, wenn schon, im Mid-Cap-Bereich ein.»

Plötzlich ist sie weg

Mit der Liquidität ist es so eine Sache. Braucht man sie nicht, ist sie da. Ist man aber darauf angewiesen, verschwindet sie. Das ist trügerisch. «Die Liquidität ist ein Thema, dessen sich Investoren immer bewusst sein sollten», sagt Matthias Geissbühler, CIO von Raiffeisen Schweiz. Entscheidend sei eine Frage: «Komme ich raus, wenn ich verkaufen möchte? Das kann ETF, Small Caps, Mid Caps oder auch Anteile bei kleineren Bondemissionen betreffen.» Rennen alle gleichzeitig zum Ausgang, wird es eng und – auf die Finanzmärkte angewandt – teuer. Wie im März 2020. Damals wurden Aktienfonds unter dem NAV gehandelt (vgl. Glossar).

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