Unternehmen / Konsum

Airlines sind am Boden

Für die Flugbranche zeichnet sich frühestens in einem halben Jahr eine Erholung ab. Gewinner der Krise dürften die Billigairlines sein.

Erneut muss Swiss zum Rotstift greifen. Vor wenigen Tagen hat die zur Lufthansa-Gruppe gehörende Fluggesellschaft den Flugplan auf ihrer einstigen Paradestrecke Zürich–London radikal zusammengestrichen. Ursprünglich waren bis Dezember drei tägliche Verbindungen geplant gewesen, nun bleibt noch ein Flug pro Tag übrig. Zum Vergleich: Vor der Pandemie wurden die beiden Londoner Flughäfen Heathrow und City je bis zu sechs Mal täglich angeflogen.

Mit der erneuten deutlichen Reduktion des Flugplans ist Swiss in bester Gesellschaft. Ende September hatte auch Lufthansa angekündigt, die Zahl der Flüge auf ein Fünftel des Niveaus des Vorjahres zu kürzen. British Airways plant, bis Dezember nur 30% der Kapazitäten anzubieten. Damit hat sich nach einer minimalen Erholung im Sommer das Umfeld für die Airlinebranche wieder deutlich verschlechtert. Nachdem im August knapp die Hälfte der Sitzplätze von 2019 angeboten werden konnte, hat sich das Minus wieder ausgeweitet. Wegen der anhaltenden Reisebeschränkungen und der neuen Lockdowns in Europa dürfte sich die Lage über den Winter weiter zuspitzen. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?