Unternehmen / Industrie

Im Panalpina-Streit geht es nun um die Prämie

Ein Investor wendet sich an die Schweizer Börse. Er kritisiert den VR und bemängelt, die Ernst-Göhner-Stiftung wolle sich gratis die Kontrolle über das Unternehmen sichern.

Yvonne Debrunner und Claudia Lanz-Carl

Gut eine Woche vor der ausserordentlichen Generalversammlung von Panalpina ist die Stimmung angespannt. Am kommenden Freitag entscheiden die Aktionäre darüber, wer künftig das Sagen im Unternehmen hat. Nun hat sich ein Investor an die Regulierungsstelle der Schweizer Börse SIX gewandt. Er fordert eine Korrektur der Einladung zur Generalversammlung vom 5. April und unter anderem auch eine Verschiebung des Termins. Den Aktionären werde nicht erklärt, dass sich die Ernst-Göhner-Stiftung die Kontrolle über Panalpina sichern wolle, ohne eine Prämie zu zahlen.

Morphic Asset Management aus Sydney hält nach Angaben von Managing Director Jack Lowenstein 25 826 Panalpina-Aktien. Das entspricht lediglich 0,1% am Logistiker. Doch was er sagt, ist für alle Minderheitsaktionäre relevant. In einem Schreiben an die SIX, dass «Finanz und Wirtschaft» vorliegt, rügt der Investor einen Satz in den Erläuterungen zur Einladung für die Generalversammlung als ­«irreführend» und «trügerisch». Die Börse bestätigt den Eingang des Schreibens. SIX Exchange Regulation will es unter dem Gesichtspunkt der anwendbaren börsenrechtlichen Regularien prüfen und «gegebenenfalls weitere Schritte einleiten».

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