Märkte / Makro

Im Porzellanladen der globalen Lieferketten

China hat sich zum zentralen Teilnehmer in den komplexen Beziehungen der globalisierten Produktion entwickelt. Diese Beziehungen sind nun gefährdet.

Donald Trumps Zölle haben schon kurzfristig grosse Auswirkungen. Produkte verteuern sich, Investitionen werden vertagt, Gewinnmargen sinken, Finanzmärkte wanken, die Prognosen für das globale Wirtschaftswachstum werden zurückgenommen. Doch die Folgen der protektionistischen Massnahmen könnten langfristig und irreversibel sein – selbst wenn die Zölle zurückgenommen werden. Nur schwer abzuschätzen ist das Risiko, dass eine der grossen Erfolgsgeschichten der Globalisierung gestört wird: die weltweiten Lieferketten.

Die Verheissung der Wertschöpfungsketten hat es in den letzten Jahrzehnten für Länder ertragreich gemacht, auf Protektionismus zu verzichten. Schwellenländer wie China konnten sich dank der Öffnung für ausländische Unternehmen sehr schnell entwickeln (vgl. Textkasten). Das McKinsey Global Institute schätzt: «Ohne freie Flüsse von Gütern, Dienstleistungen, Geldern, Menschen und Daten wäre die globale Wertschöpfung über zehn Jahre 10% niedriger ausgefallen.»

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