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Eine – ja, die – Gründungsaktie der Charlie-Chaplin-Studios, ausgestellt auf Charlie Chaplin, unterzeichnet von Charlie Chaplin: Das gute Stück von 1918 ist rar und dementsprechend wertvoll; Chaplin signierte nur die ersten zehn Aktien selbst. Es ist eines der ­Exponate der Sonderausstellung «Berühmt», mit der das neu konzipierte Schweizer Finanzmuseum seinen Betrieb aufnimmt. Auf einem Grundstück in Hollywood, wo zuvor Orangen und Zitronen gediehen, errichtete Chaplin seine Filmstudios; das ganze Investment wird auf 100 000 $ geschätzt, zur Kaufkraft von damals natürlich. Dort drehte der Meister Streifen, die längst legendär sind: Etwa «The Kid», «Modern Times», «Limelight» oder «The Great Dictator» – Grössenwahnsinnige wie Adenoid Hynkel und Hanswurste wie Benzino Napaloni gibt’s ja auch heute noch, oder wieder. Der echte «Führer» soll den Film zwei Mal angefordert haben, doch ob er ihn wirklich gesehen hat, ist unbekannt. Chaplin, geboren 1889 in London und gestorben 1977 in Corsier-sur-Vevey, verliess die USA – wo er in der Ära McCarthy des Kommunismus verdächtigt wurde – 1952 für immer. Die Studios wurden verkauft und wechselten mehrmals die Hand. Heute gehören sie der Jim Henson Company, den Leuten der «Muppet Show». Den Haupteingang ziert eine Statue von Kermit. Der Frosch ist gekleidet wie Chaplins krummbeiniger «Tramp». Ehre, wem Ehre gebührt.

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