Unternehmen / Ausland

Im Stromsektor spielt die Musik in Europa

Elektrizitätsfirmen auf dem Alten Kontinent haben sich den neuen Marktverhältnissen angepasst und profitieren mittelfristig von steigenden Strompreisen.

Die Aktien amerikanischer Stromversorger sind hinsichtlich mehrerer Kriterien teurer als europäische. Sie werfen auch weniger Dividendenrendite ab. Titel von defensiven US-Versorgern sind deshalb zurzeit kein Kauf; bei ihnen herrscht Rückschlagsgefahr. Valoren von EU-Versorgern haben dagegen Steigerungspotenzial. «Die Musik spielt im Sektor in Europa», sagt Andreas Schneller, Manager des EIC Energy Infrastructure Fund von de Pury Pictet Turrettini.

Vergleicht man den S&P 500 Utilities Index mit dem Stoxx 600 Utilities Index, dann zeigt sich: Aktien von US-Versorgern sind gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV; Grafik 1), am Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV; Grafik 2) und am Verhältnis Unternehmenswert zu Betriebsgewinn (UW/Ebitda; Grafik 3) teurer als Titel ihrer EU-Pendants. In Bezug auf das KGV sind Titel von US-Versorgern mit 18 bewertet, die EU-Gegenüber mit 14. Das KBV zeigt für die Valoren von US-Gesellschaften einen Wert von 1,89 an, für EU-Unternehmen von 1,53. Das Verhältnis UW/Ebitda kommt für US-Versorger auf 10,07 zu stehen, für EU-Firmen auf 7,46.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare