Märkte / Makro

«Im zweiten Halbjahr könnten wir einen Ausverkauf sehen»

John Greenwood, Chefökonom bei Invesco, befürchtet eine geldpolitische Straffung, falls die wirtschaftliche Erholung stärker als erwartet ausfällt. Das hätte Folgen für die Börsen.

Herr Greenwood, die Frage, die derzeit viele Anleger bewegt: Befinden sich die ­Finanzmärkte in einer Blase?
Es gibt keine simple Antwort. Das Wort Blase ist metaphorische Sprache. Wissenschaftlich geht es darum, wie stark der Geldvorrat in Relation zum Anstieg der Asset-Preise steigt. In der Vergangenheit war das Geldmengenwachstum zu gering, nun ist es zu schnell. Problematisch dürfte es erst 2022 und 2023 werden, falls die Inflation in den USA auf ein Niveau zwischen 3 und 5% klettert.

«Die Gefahr einer Börsenkorrektur ist nicht unmittelbar.» (Bilder: zvg)

Was heisst das für die Aktienmärkte?
Solange die Zinsen tief bleiben und die unglaubliche Innovation im Bereich der Technologie und der Pharmazeutik anhält, sollte man in diesen zukunftsträchtigen Sektoren engagiert bleiben. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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