Märkte / Aktien

Immer mehr wollen an die Börse

Die Kleinanleger werden am US-Aktienmarkt zu einer immer wichtigeren Grösse. Jetzt hat Jefferies dazu eine Studie veröffentlicht.

(Reuters) Kleinanleger werden Experten zufolge zu einer immer wichtigeren Grösse an der Wall Street. Am Freitag hätten sie den Kursrücksetzer der Börsen genutzt und die Rekordsumme von 2,05 Mrd. $ in US-Aktien gepumpt, schrieben die Analysten des Research-Hauses in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie. Viele von ihnen hätten hierfür Geld aus Kryptowährungen wie Bitcoin (Bitcoin 60'644.01 +0.55%) abgezogen.

Institutionelle Investoren, vor allem börsennotierte Fonds (ETFs) wie SPDR S&P 500 (S&P 500 4'464.33 -0.22%) Trust oder Invesco QQQ Trust, hätten dagegen verkauft, schrieben die Experten weiter. «Nach der US-Notenbanksitzung warfen Hedgefonds Substanzwerte auf den Markt. Niemand ausser Kleinanlegern griff zu.» Die Fed hatte vergangene Woche vorzeitige Zinserhöhungen signalisiert. Ein führender Notenbanker befeuerte diese Spekulationen am Freitag zusätzlich.

Seit November 2019 engagieren sich immer mehr Kleinanleger am US-Aktienmarkt. Damals strichen viele Brokerhäuser ihre Handelsgebühren. Die Beschränkung des öffentlichen Lebens durch die Coronavirus-Pandemie verstärkte diesen Trend.

Einer Umfrage der Investmentbank Jefferies zufolge wollen 70% der Kleinanleger auch nach einer Normalisierung des täglichen Lebens wie bisher oder sogar stärker an der Börse aktiv sein. Der erleichterte Zugang, verbesserte Technologien, neue Produkte wie gestückelte Aktien und niedrige Kosten deuteten darauf hin, dass das Kleinanleger-Engagement nachhaltig sei.