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Implenia: Syndikatskreditvertrag bestätigt

Das Bauunternehmen sieht seine Liquidität durch einen Syndikatskreditvertrag gesichert. Die Aktie zieht an.

(AWP) Implenia (IMPN 24.96 -1.73%) hat sich die Finanzierung für den bestehenden Umbau gesichert. Nach «einvernehmlichen Diskussionen» sei der bestehende Syndikatskreditvertrag mit Schweizer Banken über 800 Mio. Fr. bestätigt worden, teilte der Baukonzern am Dienstagabend mit. An der Börse wurde diese Nachricht sehr positiv aufgenommen.

Die darin enthaltene revolvierende Limite sei unbenutzt; zusammen mit einer «soliden Cash-Position» sei man «gut aufgestellt, um die gesetzten Ziele zu erreichen», so die Mitteilung.

Implenia hatte Ende Oktober einen grundlegenden Umbau angekündigt und will sich von unrentablen Bereichen trennen. Von der geplanten Restrukturierung sind bis 2023 bis zu 2000 Vollstellen betroffen. Geplant sind rund 750 Entlassungen, davon 250 in der Schweiz.

In diesem Zusammenhang kündigte Implenia auch Wertberichtigungen von 200 Mio. Fr. und Restrukturierungskosten von rund 60 Mio. an. Im Gesamtjahr rechnet das Management mit einem Ebitda-Verlust von rund 70 Mio.

Der Aktienkurs brach in der Folge ein, wobei vor allem die tiefe Eigenkapitalquote kritisiert wurde. Das Management stehe nun unter hohem Druck, schnell Unternehmensteile über dem Buchwert zu verkaufen, um bis Ende des Jahres eine Eigenkapitalquote von über 10% zu erreichen, hatte ein Analyst damals bemerkt.