Unternehmen / Industrie

Implenia steht vor existenziellen Gefahren

Der Baukonzern steht derzeit auf einem wackeligen Fundament. Die Eigenkapitaldecke ist gefährlich dünn geworden.

Der führende Schweizer Baukonzern befindet sich in bedenklicher Schieflage. Verluste mit einer Kumulation 2020 haben die Eigenkapital­decke äusserst dünn werden lassen, die Börsenbewertung ist abgestürzt. Implenia entstand 2006 aus der Fusion der Unternehmen Zschokke und Batigroup. Die neue Gesellschaft wurde sofort zum Marktführer in der Schweiz. Sie entwickelte sich zunächst erfreulich, die Zeichen standen auf Wachstum. Das galt ­sowohl für Umsatz und Ertrag wie auch für die Börsenbewertung.

Um die Leidensgeschichte zu verstehen, braucht es eine Rückblende. Auf der Suche nach Wachstumsmöglichkeiten vollzog das Unternehmen unter der Führung von Anton Affentranger eine Auslandexpansion: Im Juli 2011 wird die norwegische Betonmast Anlegg übernommen. In den Jahren 2015 und 2017 folgen in Deutschland Bilfinger Construction und Bilfinger Hochbau. Zudem werden Projekte in Frankreich, Österreich, Schweden und Polen akquiriert. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?

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