Eine ganze Reihe der 50 amerikanischen Bundesstaaten wären – als selbständige Nationen – im globalen Vergleich wirtschaftliche Schwergewichte: Kalifornien würde mit einem Bruttoinlandprodukt von rund 3200 Mrd. $ (2020) in der Länderrangliste etwa dem Vereinigten Königreich auf Rang fünf Konkurrenz machen. Texas und New York wären in der Grössenordnung von grob 1900 Mrd. $ auf Augenhöhe mit Kanada und Südkorea (Ränge 9 und 10). Pennsylvania wiederum läge mit etwa 800 Mrd. $ ungefähr auf Niveau der Schweiz (18). Die US-Bundesstaaten liefern bzw. beziehen naturgemäss vor allem in bzw. aus dem riesigen amerikanischen Binnenmarkt. Doch sind die USA zugleich ein gigantischer Importeur, was sich im chronischen Handelsbilanzdefizit manifestiert. Woher stammen diese Einfuhren, nach Staaten aufgeschlüsselt? Kanada ist ausländische Hauptbezugsquelle für 20 Bundesstaaten; 2020 entfielen beispielsweise 87% der Importe Montanas auf den unmittelbaren Nachbarn Kanada (im Durchschnitt steht der grösste Partner für 28% des Importvolumens). China ist wichtigstes Importland für fünfzehn Staaten, wobei besonders Kalifornien – mit den grossen Häfen in Los Angeles, mit Silicon Valley – ins Gewicht fällt. An der Ostküste ist der grosse Exporteur (und lokale Autobauer) Deutschland präsent. Die Schweiz: Sie war 2020 die Nummer eins für New York und Delaware.