Märkte / Makro

In der Eurozone herrscht Flaute

Wegen der Schwäche in der Industrie wächst die Privatwirtschaft im Euroraum nur verhalten. Das zeigen die vorläufigen Ergebnisse der PMI-Umfragen.

(AWP/Reuters/PR) Die Privatwirtschaft im Euroraum wächst weiter nur verhalten. Der vorläufige (Flash) Einkaufsmanagerindex für Industrie und Dienstleister zusammen stieg im Mai minimal um 0,1 auf 51,6 Zähler, wie das Institut IHS Markit am Donnerstag zu seiner monatlichen Umfrage unter Tausenden Unternehmen mitteilte. Das Konjunkturbarometer verharrte aber über der Wachstumsschwelle von 50.

Besonders schlimm hat es laut Markit erneut die Industrie erwischt. Der entsprechende Flash-PMI ist im Mai um 0,2 Punkte auf 47,7 gesunken. Damit kam es im Industriesektor  zum vierten Mal hintereinander zu einem Produktionsrückgang. Besonders schwach hat sich die Auftragslage im Export entwickelt.

Während sich der Industrie-PMI in Frankreich gemäss den vorläufigen Ergebnissen im Mai von 50 auf 50,6 erholt hat, notiert der entsprechende deutsche Index mit 47,6 weiterhin in der Kontraktionszone, wenn auch weniger ausgeprägt als im Vormonat (45,6).

Der Servicebereich der Eurozone wuchs zwar weiter, wegen der schwachen Nachfrage allerdings mit dem niedrigsten Tempo seit Januar.

«In der Eurozone herrschte auch im Mai Flaute, womit sich die Hinweise verdichten, dass das Wachstum im zweiten Quartal wieder nur mässig ausfallen dürfte», sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. Es sei für das Frühjahr nur ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt von 0,2% zu erwarten. Dies wäre eine Halbierung des Wachstumstempos.

 

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