Märkte / Aktien

«In der Schweiz sind kleine Werte zyklischer»

Daniel Lenz, Fondsmanager für Small und Mid Caps bei Schroders, glaubt weiterhin an den Wachstumskurs von Logitech.

Herr Lenz, die Aktienmärkte haben sich überraschend schnell erholt. Sind die Kurse zu stark gestiegen?
Es ist richtig, dass der Optimismus überwiegt. Tiefe Zinsen und die expansive Geldpolitik haben dazu geführt, dass sehr viel Geld in die Aktienmärkte geflossen ist. Nach solch einer starken Entwicklung der Kurse steigt die Gefahr einer Kor­rektur. Aber das bedeutet nicht, dass sich am strukturellen Aufwärtstrend in den nächsten ein, zwei Jahren etwas ändert. Eine Korrektur an den Börsen wäre eine Einstiegsmöglichkeit.

«In der Schweiz reicht das Angebot an Biotech nicht, um breit zu diversifizieren.» (Bild: zvg)

Haben sich die Kurse nicht von der ­Realwirtschaft abgekoppelt?
Die Kurse notieren zwar hoch, aber ich sehe mittlerweile nicht nur bei Anlegern, sondern auch bei den Unternehmen viel Zuversicht – selbst bei den zyklischen Industriewerten. Gespräche mit dem Management vieler Firmen in den letzten Wochen haben den Eindruck bestätigt. Wir erwarten für die Weltwirtschaft ab dem zweiten Halbjahr eine deutliche Erholung. Manche Titel erscheinen nach heutigen Gewinnzahlen hoch bewertet. Aber wenn gute Wachstumsaussichten gegeben sind, muss man sie berücksichtigen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?