Märkte / Makro

«In Europa sind weitere Reformen nötig»

Der Ökonom Reza Moghadam von Morgan Stanley über die Sorgen der globalen Finanzmärkte und die schwierige Rolle der Zentralbanken.

Die globalen Aktienmärkte sind fulminant ins neue Jahr gestartet. Doch das Umfeld bleibt harzig: Weltweit kühlt sich die Konjunktur ab, während Konfliktherde wie der sino-amerikanische Handelsstreit und der Brexit für Unsicherheit sorgen. «Finanz und Wirtschaft» hat mit Reza Moghadam über die Aussichten an den Finanzmärkten gesprochen. Der britisch-iranische Ökonom amtierte lange als Direktor des Europadepartements im IWF und wechselte 2014 zum US-Finanzinstitut Morgan Stanley.

Herr Moghadam, wo steuert die Weltwirtschaft hin, und welche Rolle kommt dabei der Geldpolitik zu?
Nach einer Phase mit relativ gutem Wachstum verlangsamt sich die Weltwirtschaft. An den Finanzmärkten gibt es Bedenken, dass der fiskal- und geldpolitische Spielraum, dieser Abschwächung  entgegenzuwirken, begrenzt ist. Ausser dem Fed haben grössere Zentralbanken keinen Raum mehr für eine Senkung der Zinsen, weil diese schon nahe null liegen oder gar negativ sind. Zudem sind die Bilanzen der Zentralbanken bereits sehr gross. Das schränkt unkonventionelle Massnahmen ein. Und weil die Staatsverschuldung weltweit nach wie vor hoch ist, sind politische Entscheidungsträger hinsichtlich fiskalpolitischer Lockerungsschritte vorsichtig.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare