Der Big Mac ist ein weltweit standardisiertes Produkt. Form, Gewicht, Rezeptur Geschmack – global gleich, in Rio und Schanghai, in Bali und Hawaii. Darum sagen die massiven Unterschiede an der Kasse einiges aus über das Niveau von Preisen und Löhnen im jeweiligen Land, dazu auch zur Über- oder Unterbewertung der Landeswährung. Die vom britischen Magazin «The Economist» seit 1986 erhobenen Big-Mac-Preise bestätigten im vergangenen Januar erneut, dass ein wohlgefülltes Portemonnaie haben muss, wer sich in der Schweiz mit einem Burger den Bauch füllen will. Hierzulande kostete ein Big Mac umgerechnet 6.62 $. Norwegen (5.86 $) und Schweden (5.84 $) sind ebenfalls teure Pflaster, doch bereits einiges günstiger. An vierter Stelle folgen die USA (5.58 $), deren Durchschnittspreis die Basisgrösse bildet für den Index, den der «Economist» regelmässig aus den Big-Mac-Preisen errechnet. In der Eurozone kostet der Big Mac im Mittel 4.64 $, annähernd 30% weniger als in der Schweiz. Singapur, das sonst durchaus mit Zürich-Preisen glänzt, offeriert ihn zu 4.28 $. Auch in Japan, wie die Schweiz ein Hochpreisland mit gehätschelter Landwirtschaft, kostet er nur 3.60 $. Erstaunlich: Hongkong und Indien weisen in der Auswahl beide 2.55 $ aus. Am billigsten ist Russland mit 1.65 $. Was man in der Schweiz für einen Big Mac bezahlt, reicht in Moskau für vier. Doch wer will das schon.