Märkte / Derivate

In Schwellenländern gibt der ETF den Ton an

Börsengehandelte Fonds kapern Anlagen in Emerging Markets. Das birgt ein Risiko.

Wer wem nachläuft, ist nicht immer klar. Eigentlich sind börsengehandelte Fonds dazu konzipiert, einen Index abzubilden – die Exchange Traded Funds (ETF) sollen also ihrem Basiswert eng folgen. Doch in Börsenturbulenzen geschieht es immer wieder, dass ETF dem Index vorauslaufen. Ob es sinnvoll oder irreführend ist, wenn die Preisfindung nicht im Basismarkt stattfindet, sondern vom ETF gekapert wird, wird immer wieder debattiert.

«Huhn oder Ei», fragen sich nun auch die Strategen von Bank of America Merrill Lynch (BofAML). Sie blicken auf die Schwellenländer und konstatieren: Wenn dort Kapital in und aus ETF fliesst, werden Staatsanleihen in Fremdwährung am stärksten beeinflusst – sie sind meist in Dollar denominiert. Von «ETF Flows» betroffen sind aber auch Lokalwährungsanleihen und in geringerem Ausmass Aktien aus den Emerging Markets (EmMa).

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