Unternehmen / Immobilien

Ina Invest lässt Anleger zappeln

Seit Mitte Juni 2020 ist die Immobiliengesellschaft an der Börse. Die Kursentwicklung enttäuscht.

Ein Jahr Börsendasein sollte eigentlich ein Anlass zum Feiern sein. Im Fall der Immobiliengesellschaft Ina Invest hält sich die Festlaune in Grenzen. Der Aktienkurs hält sich hartnäckig unter dem Ausgabepreis, gut 17% beträgt die Differenz. Klar ist, die Abspaltung von Implenia geschah in einer pandemiebedingt angespannten Wirtschaftsphase. Doch die Erholung machten die Titel von Ina Invest nicht mit. Auch der solide Leistungsausweis für das erste Geschäftsjahr belebte die Nachfrage nicht.

Die Gesellschaft zählt mit einem Portfoliowert von 366 Mio. Fr. und einer Marktkapitalisierung von 154 Mio. Fr. zu den kleinen Immobilienwerten an der SIX. Sie hegt aber ambitionierte Pläne. In wenigen Jahren, so das Ziel von CEO Marc Pointet, soll Ina Invest über das «nachhaltigste Immobilienportfolio der Schweiz» verfügen. Bis 2027 wird ein Wert von 2 Mrd. Fr. angestrebt, was Ina Invest unter die Top fünf im Land brächte. Die Strategie sieht zusätzlich zu den vorhandenen Projekten Zukäufe im Umfang von 50 Mio. Fr. pro Jahr vor. Zur Finanzierung der langfristigen Entwicklung sind Kapitalerhöhungen ab 2024 zu erwarten.

Kein Umfeld für Zukäufe

«Das Businessmodell funktioniert», hatte CEO Marc Pointet nach dem ersten Geschäftsjahr von Ina Invest Bilanz gezogen. Erste Akquisitionsschritte sind in der Tat geglückt. Die Fortsetzung wird schwierig, denn das Preisumfeld für weitere Transaktionen ist nicht eben günstig. Hier könnte hilfreich sein, dass Management und Verwaltungsrat in der Immobilienwelt gut vernetzt sind. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?