Unternehmen / Immobilien

Ina Invest verbucht Bewertungserfolg

Der Börsenneuling legt erstmals Geschäftszahlen vor. Unter dem Strich resultiert ein Verlust. Die Aktien geben nach.

(AWP/GA) Die Immobiliengesellschaft Ina Invest (INA 18.64 -0.85%) hat im ersten Quartal (April bis Juni) ein Ergebnis aus Neubewertung der Renditeliegenschaften in Höhe von 0,54 Mio. Fr. erzielt. Die vom Baukonzern Implenia (IMPN 24.50 -2.39%) abgespaltene Gesellschaft legte erstmals Geschäftszahlen vor. Lesen Sie hier mehr.»

Der Zwischenbericht zeige ein ausgeglichenes Ergebnis vor einmaligen Transaktionskosten aus dem IPO, schreibt die seit dem 12. Juni an der SIX kotierte Immobiliengesellschaft. Dies sei auch dank der positiven Wertveränderung von 0,54 Mio. Fr. möglich gewesen. Die höheren Schätzwerte beliefen sich vorwiegend auf die Liegenschaften im Bau. Der Wert der Entwicklungsliegenschaften wurde unterschiedlich beurteilt, was per Saldo zu einem geringeren Wert des Segments geführt hat.

Der Buchwert der Renditeliegenschaften belief sich per 30. Juni auf 168,2 Mio. Fr. Inklusive Promotionsliegenschaften wurde ein Wert von 239 Mio. Fr. erreicht. Ina Invest beurteilt das Portfolio als «regional gut diversifiziert an attraktiven Lagen in der Schweiz».

Operatives Geschäft kommt erst

Der Betriebsaufwand belief sich auf 2,3 Mio. Fr., und das betriebliche Ergebnis lag mit 1,9 Mio. Fr. im Minus. Unter dem Strich resultierte ein Verlust von 1,99 Mio. Fr.

Operative Einnahmen wird Ina Invest erst nach Fertigstellung der diversen Bauprojekte erzielen, entweder durch Mieteinnahmen oder den Verkauf von Stockwerkeigentum.

Einen konkreten Ausblick auf das Gesamtjahr machte die Gesellschaft in der Mitteilung nicht. In unmittelbarer Zukunft liege der Schwerpunkt auf der Vermarktung des Tender-Hochhauses in der Lokstadt Winterthur, die am 1. September starte, heisst es lediglich.

Zusätzlich würden weitere Investitionsmöglichkeiten evaluiert, die der Strategie von Ina Invest entsprechen. Bis 2023 will Ina Invest dafür jährlich 50 Mio. Fr. aufwenden. Fernziel ist ein Portfolio von 2 Mrd. Fr. bis 2027.

Geringes Marktinteresse

An der Börse waren Ina Invest seit dem Börsengang im Juni kaum ein Thema. Daran haben auch die ersten Geschäftszahlen nichts geändert. Die Erfolgschancen des Entwicklungsportfolios sind schwierig abzuschätzen, was das Anlegerinteresse in Grenzen hält.

Kommt dazu, dass die Titel den Malus eines geringen Streubesitzes tragen. Im Aktionariat dominieren Implenia-Grossaktionär Max Rössler (16,6%), Swiss Life (SLHN 459.80 +1.19%) (15,1%) und der Immobilieninvestor Norbert Ketterer (12,5%).

Der Abschlag der Ina Invest-Aktien auf ihren inneren Wert ist vor diesem Hintergrund gerechtfertigt.

Die komplette Historie zu Ina Invest finden Sie hier.»