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Indexanbieter entfernen Chinas Telecomfirmen

MSCI und FTSE Russell wollen in Reaktion auf die US-Sanktionen China Mobile, China Telecom und China Unicom Hong Kong aus ihren Indizes streichen.

(Reuters) Die globalen Index-Anbieter MSCI und FTSE Russell wollen in Reaktion auf die US-Sanktionen drei chinesische Telecomfirmen aus ihren Indizes entfernen. Betroffen sind China Mobile, China Telecom and China Unicom Hongkong, deren Aktien am Freitag deutlich fielen. China Mobile markierte ein 14-Jahres-Tief und die Papiere von China Telecom gaben auf den tiefsten Stand seit zwölf Jahren nach. Zwischenzeitlich verloren die drei Telekom-Konzerne 10 Mrd. $ Marktwert. Hinzu kommt, dass der Börsenbetreiber NYSE die drei Unternehmen ab Montag vom Aktienhandel ausschliesst.

Mit diesem Schritt reagieren die Index-Anbieter und die NYSE auf ein Verbot der US-Regierung. Demnach ist es Amerikanern ab November untersagt in chinesische Unternehmen zu investieren, denen Verbindungen zum chinesischen Militär nachgesagt werden. Andere Unternehmen aus der Volksrepublik wurden deswegen bereits aus Indizes gestrichen, was häufig zur Folge hat, dass auch Index-Tracking-Fonds ihre Anteile verkaufen. Für Unruhe am Markt sorgen zudem Spekulationen, dass das Verbot noch auf die Technologieriesen Alibaba (BABA 169.23 -0.45%) und Tencent (Tencent 62.83 +0.08%) ausgeweitet werden könnte.