Märkte / Emerging Markets

Indien: Normalisierung oder erneuter Lockdown

Das Wirtschaftsleben kommt dank der schrittweisen Aufhebung der Quarantänemassnahmen allmählich wieder in Gang. Doch gleichzeitig tickt eine politische Zeitbombe.

Die Regierung von Ministerpräsident Narendra Modi hat vergangenen März mit einem über Nacht verhängten landesweiten Lockdown nicht nur das Wirtschaftsleben zum Stillstand gebracht, sondern auch eine Massenpanik ausgelöst. Millionen von Wanderarbeitern flohen, existenzlos geworden, zu ihren in den Dörfern und städtischen Slums zurückgebliebenen Familien. Damit wurde gleichzeitig auch die Chance vergeben, die Pandemie zu begrenzen.

Die zweitgrösste asiatische Volkswirtschaft ist damit – nach den USA und Brasilien – nicht nur zum Land mit den mittlerweile am meisten bestätigten Covid-19-Ansteckungen geworden, sondern könnte der Welt gleichzeitig auch einen Weg aus der Pandemie weisen. Denn anders als ursprünglich befürchtet fand trotz der schlechten öffentlichen Gesundheitsversorgung kein Massensterben statt. In dem 1,3 Mrd. Einwohner zählenden Land sind laut offiziellen Angaben bei über 1,7 Mio. Ansteckungen gerade einmal 37’364 Menschen an der Krankheit gestorben.

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