Unternehmen / Ausland

Infineon bietet Chancen für Mutige

Der grösste deutsche Chiphersteller leidet unter der Mangelwirtschaft in der Branche. Bessert sich die Lage, sollten die Aktien profitieren.

Eigentlich könnte es für Infineon kaum besser laufen. Der grösste deutsche Chiphersteller profitiert vom Boom im Halbleitermarkt, insbesondere von der Erholung im Automobilsektor. Schon zwei Mal konnte CEO Reinhard Ploss die Prognose für das laufende Geschäftsjahr anheben. Und doch haben die Infineon-Aktien seit Anfang Jahr mehr als 5% verloren. Der Dax-Konzern leidet selbst unter dem Mangel an Halbleitern, insbesondere in den Bereichen, in denen er auf Auftragsfertiger angewiesen ist. Sollte sich der Engpass lösen, haben die Papiere einiges Potenzial.

Bis Mitte des Jahrzehnts rechnet der deutsche Branchenverband ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie) mit einer anhaltenden Nachfrage nach Halbleitern. Vorübergehende Effekte wie die Coronakrise und damit verbunden der Wunsch nach mehr Tech-Geräten für das Home Schooling und das Home Office beleben das Geschäft. Aber auch mittelfristigen Trends ist der aktuelle Boom zu verdanken, wie der Digitalisierung im Auto sowie der E-Mobilität, die ebenfalls den Einsatz von Halbleitern beschleunigt.

Chips bleiben gefragt

Bis zum Jahr 2025, so besagt es die jüngste Prognose des ZVEI, soll die Branche weltweit jährlich im Durchschnitt 6,5% wachsen. Die Abhängigkeit in Europa von asiatischen Auftragsfertigern wird allerdings ebenso steigen. Kamen 2015 noch 10% aller Chips aus europäischen Fabriken, sollen es Mitte des Jahrzehnts nur noch 8% sein, so der Verband. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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