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«Ach armer Yorick! – Ich kannte ihn», so seufzte Hamlet, Prinz von Dänemark, den Schädel des verblichenen Spassmachers am Königshof in der Hand haltend: «…ein Bursch von unendlichem Humor, voll von den herrlichsten Einfällen … wo sind nun deine Schwänke? Deine Sprünge?» Der Mensch weiss um seine Vergänglichkeit (wird ihrer besonders zum Jahreswechsel inne), das unterscheidet ihn vom Tier. Wahrhaftig? In Afrika oder Indonesien etwa heisst es von den Menschenaffen, sie seien mehr Menschen als Affen und lebten bloss deshalb im Wald, weil sie keine Lust hätten zu arbeiten. Nur deswegen täten sich auch so, als könnten sie nicht sprechen. Zoologischer Unfug, philosophisch dagegen reizvoll. Vielleicht schmunzelt der Primat hier, dargestellt in einem Affenpark auf der chinesischen Insel Hainan, über die rastlose Geschäftigkeit, mit der dieser unbekannte, wohl kluge, doch wenig weise Mensch einst seine Lebenszeit vertrieb statt genoss. Wo doch, mit Musse, alles ohne Mühe gelingt: Das Infinite-Monkey-Theorem besagt, dass einem unendlich lange zufällig auf einer Schreibmaschine bzw. einer PC-Tastatur tippenden Affen irgendwann auch die Werke William Shakespeares aus den Fingern fliessen müssen.