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Infiziert die japanische Krankheit die Anleihenmärkte der Industrieländer?

Monatliche Zinskurve Schweiz: Zwar steht in Europa kein markanter Zinsanstieg vor der Tür, aber in den USA sieht das Konjunktur- und Zinsumfeld deutlich anders aus als auf dem alten Kontinent.

Agim Xhaja, BCV Asset Management

Droht die hartnäckige Krankheit, die Bond­anleger in Japan seit Jahrzehnten zur Verzweiflung bringt, auf die Anleihenmärkte der übrigen Industrieländer überzugreifen? Geht der Sinkflug der Renditen endlos weiter, sodass Wetten auf steigende Zinsen in Europa zu «Witwenmacher-Trades» werden, wie solche «sicheren» Verlustgeschäfte im Land der aufgehenden Sonne ironisch genannt werden?

An und für sich spricht die langsame Aufhellung der Weltkonjunktur für höhere Zinsen. Tatsächlich sind die Renditen im zweiten Halbjahr 2013 gestiegen, fielen dann aber dieses Jahr wieder auf historische Tiefs – in den Niederlanden, Frankreich und Spanien sogar so tief wie seit 300 Jahren nicht mehr. Entsprechend hoch sind die Kursgewinne seit Jahresbeginn (Italien: +9%; Spanien: +10%).

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