Märkte / Makro

Inflation bleibt die grosse Abwesende

Allen Bemühungen zum Trotz ist der Preisdruck verhalten. Nicht einmal der Handelskrieg hinterlässt nennenswerte inflationäre Spuren. Noch nicht.

Eigentlich wären alle Zutaten für hohen Inflationsdruck vorhanden: ein langer konjunktureller Aufschwung, stark ausgelastete Kapazitäten, Rekordbeschäftigung sowie Arbeitslosigkeit auf extrem tiefem Niveau. Darüber hinaus lassen wichtige Zentralbanken nicht nur die geldpolitischen Zügel seit geraumer Zeit locker, sondern ergreifen im Falle des Federal Reserve und der Europäischen Zentralbank seit diesem Monat erneute expansive Massnahmen. Doch trotz langer Phasen mit rekordtiefen Leitzinsen und Wertpapierkäufen will sich der Teuerungsdruck einfach nicht einstellen.

Die Währungshüter erscheinen im jetzigen Umfeld mit hartnäckig tiefer Inflation machtlos. Als optimal betrachtet wird ein Niveau der allgemeinen Teuerungsrate in der Nähe von 2%. Trotz aller Bemühungen befindet sich die Inflation in der entwickelten Welt mehr oder wenig deutlich unterhalb dieser Marke. In China hingegen schlägt ein Sondereffekt zu Buche. Die grassierende Schweinepest liess dort den Preis für Schweinefleisch im Vorjahresvergleich um knapp 50% steigen.

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