Märkte / Makro

Inflation erstmals wieder positiv

Die Schweiz verzeichnet im April erstmals seit einem Jahr wieder eine Steigerung des Preisniveaus und liegt damit innerhalb der Erwartungen der befragten Ökonomen.

(AWP) Die Jahresteuerung in der Schweiz ist im April erstmals seit über einem Jahr wieder positiv gewesen. Gegenüber dem Vormonat sind die Konsumentenpreise per Saldo ebenfalls erneut angestiegen.

Gegenüber April 2020 stieg der Landesindex der Konsumentenpreise (CPI) um 0,3%. Es ist das erste Mal seit Januar 2020, dass das Preisniveau wieder positiv ist. Im Zuge der Pandemie hatte die Inflation im Juni vergangenen Jahres mit -1,3% einen Tiefpunkt erreicht. In den Folgemonaten ging es mehr oder weniger konstant wieder leicht nach oben. Im Vormonat März hatte die Jahresinflation noch bei -0,2% gelegen.

Im Vergleich zum Vormonat März wiederum erhöhte sich das Preisniveau im April 2021 um 0,2% auf 100,8 Punkte, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Mittwoch mitteilte. Die Basis wurde im letzten Dezember zurückgestellt auf 100,0 Punkte.

Der Wert für den April liegt damit innerhalb der Erwartungen: Von AWP befragte Ökonomen hatten die Jahresinflation bei +0,3 bis +0,4% gesehen.

Der Anstieg um 0,2% im Vergleich zum Vormonat ist laut dem BFS auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. Neben Fruchtgemüse seien auch die Preis für Bekleidung und Hotelübernachtungen gestiegen. Dagegen hätten sich Heizöl und Beeren verbilligt.

Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), anhand dessen die hiesige Teuerung mit jener in den europäischen Ländern verglichen werden kann, stieg im April um 0,3% auf 100,79 Punkte. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat entspricht dies laut den Angaben einer Veränderungsrate von -0,1%.

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