Unternehmen / Konsum

Inflation: Im Food-Sektor entscheidet das Sortiment

Schweizer Nahrungsmittelhersteller können die höheren Rohstoffpreise nur zeitverzögert weitergeben. Je nach Produkt ist das nicht so einfach.

Die Nahrungsmittelbranche spürt die höheren Kosten. Sei es für einzelne Rohstoffe, Logistik, Löhne oder Energie. Das zeigte sich sehr deutlich in den jüngsten Quartals- und Semesterzahlen: Unilever, Coca-Cola, Kraft Heinz oder McDonald’s erhöhten ihre Preise derart stark, dass das organische Wachstum vielerorts Rekordniveau erreichte.

So auch bei Nestlé. «Wir befinden uns im dritten Jahr mit externen Krisen in Folge», sagte CEO Mark Schneider an der Bilanzpräsentation Ende Juli. Der weltgrösste Food-Konzern verteuerte seine Produkte zwischen April und Juni um 7,7%. Was er nicht über Effizienzverbesserungen absorbieren kann, wird über Preiserhöhungen weitergegeben.

Marge steht unter Druck

Trotzdem kommt die Marge vorübergehend unter Druck, denn die Weitergabe geschieht zeitverzögert. Entscheidend ist weiter, ob die produzierten Volumen trotz höherer Preise robust bleiben. Bei Nestlé ist das noch der Fall. «Wir haben eine gute Balance gefunden zwischen anhaltendem Wachstum und Profitabilität. Das ist auch unser Ziel für das zweite Halbjahr», sagte Schneider.

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