Märkte / Makro

Inflation in der Schweiz sinkt

Das Preisniveau in der Schweiz ist binnen Jahresfrist wegen der Coronakrise deutlich gesunken.

(AWP) Die Inflation in der Schweiz ist im März 2020 im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Hintergrund sind die angesichts der Coronakrise gefallenen Energiepreise.

Das Preisniveau gemessen am Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) stieg zwar verglichen mit dem Vormonat Februar leicht um 0,1% auf 101,7 Punkte, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilte. Innert Jahresfrist sank das Preisniveau aber relativ deutlich um 0,5%.

Damit liegen die für den Berichtsmonat ausgewiesenen Werte innerhalb der Erwartungen. Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Ökonomen hatten mit einem Rückgang der Jahresteuerung im Bereich von 0,5 bis 0,6% gerechnet.

Steigende Preise nach Ende des Ausverkaufs

Den Anstieg im Vergleich zum Vormonat führt das BFS auf verschiedene Faktoren zurück, unter anderem auf höhere Preise für Bekleidung und Schuhe nach Abschluss des Winterausverkaufs. Auch neue Autos und Rindfleisch wurden teurer.

Stark gesunken sind dagegen die Preise für Heizöl und Treibstoffe. Entsprechend verbilligten sich die in die Schweiz importierten Güter gegenüber dem März 2019 um ganze 2,2%.

Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), anhand dessen die hiesige Teuerung mit jener in den europäischen Ländern verglichen werden kann, stieg im März 2020 gegenüber dem Vormonat um 0,1% 100,8 Punkte. Auf Jahressicht entspricht dies einer Veränderungsrate von -0,4%.

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