Unternehmen / Finanz

Informationsaustausch gaukelt Klarheit nur vor

Der automatische Informationsaustausch wird kompliziert und teuer. Wie er umgesetzt wird, ist noch weitgehend offen.

Die Einführung des automatischen Informationsaustauschs (AIA) beschäftigt unsere Nachbarn schon intensiv. Doch wie die Umsetzung konkret geschehen soll, darüber wird derzeit ungern öffentlich gesprochen. Das Vorhaben wirft für alle Beteiligten viele Fragen auf, etwa was Qualität, Vergleichbarkeit und Umfang der Datenlieferungen betrifft.

Zu viel sei noch offen, heisst es meist. Will sich womöglich da auch niemand zu tief in die Karten blicken lassen? Allen Lippenbekenntnissen zum Trotz wird es den für alle identischen Datenaustausch nicht geben. Das Ziel ist zwar, überall die gleichen Daten von ausländischen Kapitalerlösen und -erträgen zu erfassen. Doch wie viel der Fiskus im Heimatland des Steuerpflichtigen damit anfangen kann, muss sich noch zeigen. Jedes Land hat ein anderes System der individuellen Besteuerung und eine andere Rechtstradition. Hier liegen Graubereiche, auch in der Datenerhebung.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.