Die Schweiz gilt als eines der innovativsten Länder überhaupt. Einer der zentralen Indikatoren zur Messung der Innovationskraft einer Volkswirtschaft sind die Patentanmeldungen. Erfasst werden zwei Dimensionen: zunächst diejenigen Patente, die gemäss dem internationalen Patentzusammenarbeitsvertrag PCT (Patent Cooperation Treaty) angemeldet werden. Der PCT ermöglicht den Schutz einer Erfindung in einer Vielzahl von Ländern gleichzeitig. Die Anzahl derartiger Patente hat in der Schweiz von 1996 bis 2016 gut 185% auf 2670 zugenommen. Rund zwei Drittel der Patente stammen aus den Grossregionen Genfersee, Zürich (je mit den technischen Hochschulen und Universitäten) sowie Nordwestschweiz mit der Uni Basel und den Pharmaunternehmen. Triadische Patentfamilien setzen sich aus in verschiedenen Ländern angemeldeten Patenten zum Schutz derselben Erfindung zusammen. Dazu gehören Patente, die beim Europäischen Patentamt, dem japanischen und dem amerikanischen angemeldet worden sind. Die Zahl dieser Patente ist in der Schweiz seit 1996 knapp die Hälfte gestiegen. Im internationalen Vergleich der triadischen Patentfamilien steht die Schweiz an der Spitze: 2016 wurden pro Million Einwohner 144 solche Patente angemeldet. Damit knapp mithalten kann nur Japan mit 134,4. Der Durchschnitt der EU-28 erreicht lediglich 26,6 Patente.