Getestet

Inoreader

Die Kontrolle über den Informationsfluss zurückerlangen, das verspricht der Webdienst Inoreader. Im Grunde ist es ein webbasierter RSS-Reader – ein Programm, um von Blogs oder Nachrichtenportalen die aktuellen Artikel abzugreifen und gesammelt darzustellen. Die grosse Zeit der RSS-Feeds scheint eigentlich vorbei. Denn Blogs sind wegen der sozialen Medien unwichtiger geworden, man informiert sich eher über Twitter oder hat Newsletter abonniert.

Doch Inoreader überzeugt als zuverlässige Benutzeroberfläche im Informationschaos. Den Webdienst kann man über einen Browser oder mit Handy-Apps abrufen. Oft muss man nicht mühsam die RSS-Webadresse für eine Zeitung oder einen Blog heraussuchen, sondern kann mit einer Suchfunktion viele verschiedene Informationsquellen direkt zufügen – beispielsweise YouTube-Kanäle, individuelle Suchabos bei Google News oder neue Einträge im Riesenforum Reddit.

Wenn eine Webseite ganze Artikel über den RSS-Feed bereitstellt, kann man die abonnierten Webseiten nach Stichwörtern durchsuchen. Besonders hilfreich ist es bei vielen verschiedenen Feeds, sie nach Interessengebieten zu kategorisieren. Als sehr praktisch hat sich während des täglichen Browsings auch bewährt, dass man im Inoreader Links einfach speichern kann und später auf dem Computer oder dem Handy schnell zur Hand hat.

Die kostenlosen Basisfunktionen reichen für den gewöhnlichen Nutzer aus. Für 5 € im Monat bekommt man die Pro-Version – die kaum störende Werbung wird ausgeblendet, Twitter- und Facebook-Nachrichten lassen sich anzeigen. Und per Regeln lassen sich Artikel nach Stichwörtern sortieren. Der Support ist sehr engagiert: Als eine RSS für den individualisierten Bereich einer Zeitung nicht geladen wurde, kümmerte sich der Kundendienst sofort um das Problem. Wer seine Nachrichtendiät über viele Webseiten zusammensucht, der sollte Inoreader eine Chance geben.

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