Unternehmen / Technologie

Insolvenzwelle im Solarsektor rollt weiter

Der Photovoltaikmarkt wächst rasant. Trotzdem existieren enorme Überkapazitäten in der Silizium- und Modulproduktion. Innerhalb der Branche sind Trina und First Solar eine Wette.

Zuerst das Erfreuliche. Ganz entgegen der Stimmung in der Branche sind die Wachstumsaussichten für die Solarindustrie ausgezeichnet. In allen seriösen Prognosen wird der Photovoltaik (PV) weltweit weiter eine rasante Verbreitung prognostiziert. Im Schnitt erwarten die Marktstudien für die nächsten Jahre jährlich 20 bis 35 Gigawatt (GW) Zubau, womit rund 25 bis 45 Terawattstunden Strom erzeugt werden können. Zum Vergleich: Die Schweiz verbraucht im Jahr knapp 60 TWh Strom.

Global sind derzeit etwa 80 GW PV-Kapazität installiert – die Schweiz trägt dazu bescheidene 0,2 GW bei. Die Bank Barclays prognostiziert bis 2015 global eine installierte Leistung von 175 GW. Der bedeutendste Markt Deutschland dürfte den ­Zenit im Wachstum erreicht haben. Im Sommer beschloss die Bundesregierung, die aus dem Ruder gelaufene Förderung von Solarstrom zu begrenzen. Es soll «nur» eine kumulierte installierte Leistung von 52 GW gefördert werden – eine Zahl, die in etwa drei Jahren erreicht sein dürfte, wenn der Markt so rasch wie 2011 wächst. Danach ist eine kräftige Abflachung zu erwarten. Ähnliches blüht wohl auch Italien, das 2011 einen Boom erlebte. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?