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Intel-Aktien sacken nach Hiobsbotschaft ab

Der US-Chiphersteller enttäuscht Anleger mit Verzögerungen bei der Entwicklung neuer Prozessoren. Die Konkurrenz profitiert.

(Reuters/AWP) Schwarzer Freitag für US-Chiphersteller Intel (INTC 48.03 -1.11%). Die Aktien des Branchenriesen sackten am Freitag nach Eröffnung der Börsen um 17% ab. Intel hinkt bei der Entwicklung einer neuen Generation von Prozessoren Monate dem eigenen Zeitplan hinterher. Die 7-nm-Chip-Technologie sei um ein halbes Jahr verspätet, teilte der weltgrößte Chiphersteller am Donnerstag nach US-Börsenschluss mit. Intel hatte jahrelang mit Verzögerungen bei der 10-nm-Vorgängertechnologie gekämpft.

Laut dem Barclays-Experten Blayne Curtis werfen die 10-Nanometer-Technologien, auf die Intel vorerst weiter setzen muss, weniger Gewinn ab. Laut Stacy Rasgon von Bernstein Research überschatten die Verzögerungen alles Positive bei Intel. Er sprach gar von dem «düstersten Zwischenbericht» in der Zeit seiner Beobachtung der Aktie. Als Profiteur gilt der Konkurrent AMD , der bereits 7-Nanometer-Chips anbietet. Dessen Papiere legten nach Eröffnung um 11% zu.

Intel hatte ebenfalls am Donnerstag einen Umsatz-Ausblick für das laufende dritte Quartal gegeben. Der Ausblick viel besser aus als von den Experten erwartet – etwa 18,2 Mrd. $ verglichen mit einer durchschnittlichen Prognose von 17,9 Mrd. $, wie aus Refinitiv-Daten hervorging. Im abgelaufenen zweiten Quartal stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 20% auf 19,7 Mrd. $. Hier hatten die Experten 18,6 Mrd. $ erwartet. Der Gewinn je Aktie nach Sonderposten lag bei 1.23 $, Analysten hatten 1.11 $geschätzt.

 

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