Die Welthauptstadt des Sports heisst Lausanne. Dort ist das Internationale Olympische Komitee zu Hause, und mit ihm die meisten IOC-Unterverbände. Einige weitere internationale Sportdachorganisationen sind ebenfalls am Genfersee domiziliert, andere sonst wo in der Schweiz, die Handballer in Basel, die Skifahrer in Oberhofen, die Fifa-Fussballer in Zürich – was derzeit um die Welt geht. Die Fifa-interne Opposition, die europäische Uefa, residiert in Nyon. Das IOC und seine Töchter geniessen Steuerfreiheit, andere Verbände sind zumindest steuerlich begünstigt. Dem Ruf des Standorts Schweiz ist die Präsenz solcher privilegierter Vereine, von denen einzelne eher Schaltzentralen eines Milliardengeschäfts sind, offenkundig nicht immer nur zuträglich. Für die Volkswirtschaft sind sie jedoch durchaus bedeutsam. Im April wurde eine Studie der Académie Internationale des Sciences et Techniques du Sport veröffentlicht, die im Auftrag des IOC, des Kantons Waadt und der Stadt Lausanne (neben anderen Gründungsmitglieder dieser Académie) erstellt wurde. Diese Untersuchung kalkuliert, dass die Präsenz der internationalen Sportverbände mit ihren über 2000 Beschäftigten jährlich direkt und indirekt gut 1 Mrd. Fr. zur schweizerischen Wirtschaftsleistung beiträgt, davon etwa 550 Mio. Fr. im Waadtland und davon wiederum etwa 250 Mio. Fr. im Raum Lausanne.