Unternehmen / Immobilien

Gewinnrückgang bei Intershop

Das Immobilienunternehmen hat im ersten Halbjahr weniger verdient. Die attraktive Dividendenpolitik soll fortgesetzt werden.

(AWP) Die Immobiliengesellschaft Intershop (ISN 610.00 -0.33%) hat in der ersten Jahreshälfte weniger verdient. Schuld daran ist aber weniger die Coronapandemie als vielmehr der Wegfall des steuerlichen Einmaleffekts, der im Vorjahr angefallen war.

Die Coronapandemie hinterliess laut Angaben der Immobiliengesellschaft vom Donnerstag indirekt Spuren im Halbjahresergebnis, denn die davon besonders betroffenen Branchen Hotel- und Gastronomie sowie Non-Food-Detailhandel sind im Mietermix unterrepräsentiert.

Aber als Folge von Covid-19 hätten einzelne Mieter Mühe bekundet, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Daher habe Intershop, sofern begründet, Zahlungsaufschub und in Einzelfällen auch Mietzinserlasse gewährt. Inklusive Wertberichtigungen auf drohende Ausfälle schmälerte dies den Ertrag um rund 1 Mio. Fr.

Auswirkungen der Pandemie waren auch im Entwicklungsgeschäft zu spüren. So beanspruchten Genehmigungsverfahren mehr Zeit. Es sei zudem zu Verzögerungen auf einem Grossteil der Baustellen gekommen. Inzwischen hat sich die Situation jedoch entspannt und die Projekte entwickeln sich gesamthaft positiv.

Stabiler Portfoliowert

Der Marktwert der Liegenschaften betrug 1,32 Mrd. Fr. – ein Plus von 0,1% im Verlgeich zu Ende 2019. Wesentliche Werttreiber waren Veränderungen der Mietsituation, Investitionen sowie leicht tiefere Diskontierungssätze.

Der Liegenschaftsertrag sank wie erwartet von 37,7 auf 35,3 Mio. Fr.  Immobilen -und Landverkäufe ergaben einen Erfolgsbeitrag von 14,5 Mio. Fr. Das Betriebsergebnis ging von 48 auf 46,1 Mio. Fr. zurück.

Tiefer war auch der Gewinn, der auf 33,9 Mio. Fr. (VJ: 41,9 Mio.) abnahm. Dies ist einem höheren Steueraufwand geschuldet. Im Vorjahr profitierte Intershop von der Unternehmenssteuerreform, die eine Reduktion der latenten Steuern um 6,8 Mio. Fr. zur Folge hatte.

Prognosen bestätigt

Mit den vorgelegten Zahlen hat Intershop die Erwartungen der ZKB auf Gewinnstufe übertroffen, im Liegenschaftenertrag aber verfehlt.

Die längerfristigen Folgen der Pandemie seien nur schwer einschätzbar, schreibt Intershop. Wenngleich eine Entspannung auf dem Vermietungsmarkt zu verzeichnen sei, liege die Nachfrage noch deutlich unter dem Niveau des Vorjahrs. Trotz der Vermietungserfolge im ersten Semester werde per Jahresende unverändert ein Anstieg der Leerstandquote auf gut 10% (Ende Juni: 7,9%) erwartet.

Ohne erneuten Lockdown sollten die Mieterträge das Volumen des ersten Semesters erreichen. Insgesamt erwartet die Immobiliengesellschaft erneut einen erfreulichen operativen Jahresabschluss, der die Fortsetzung der attraktiven Dividendenpolitik ermöglichen sollte.

Die komplette Historie zu Intershop finden Sie hier.»