Unternehmen / Immobilien

Investis ist gut auf Kurs

Die Immobiliengesellschaft vervielfacht wegen eines Einmaleffekts den Gewinn. Die Ziele für das laufende Jahr werden bestätigt.

(GA/AWP) Die Immobiliengesellschaft Investis (IREN 81.4 2.52%) hat im ersten Halbjahr leicht mehr Umsatz erzielt. Aufgrund eines Einmaleffekts im Zusammenhang mit der Steuerreform im Kanton Genf vervielfacht sich der Gewinn. Das Unternehmen bestätigt seine Ziele per Ende 2019.

Konkret stieg der Umsatz 0,8% auf 98,6 Mio. Fr. Das Vermietungsgeschäft war dynamischer als das Segment Dienstleistungen. CEO Stéphane Bonvin geht von einer stabilen Wohnungsnachfrage aus. Die Zuwanderung in die Genferseeregion halte an und mit der Alterung der Gesellschaft seinen kleinere Wohnungen gefragt, sagte er an einer Telefonkonferenz. Genau das Marktsegment, in dem Investis aktiv sei. Die Dynamik des Markts zeigt sich gemäss Bonvin auch im Rückgang der Insertionsdauer für Mietwohnungen, und das gegen den gesamtschweizerischen Trend.

Der Betriebsgewinn (Ebitda) vor Neubewertungen und Veräusserungsgewinnen erreichte im ersten Halbjahr 22,9 Mio. Fr. nach 19,6 Mio. Fr. im Vorjahr. Inklusive Neubewertung wurde ein um 92% höherer Ebit von 56,0 Mio. Fr. erwirtschaftet, wie Investis am Donnerstag mitteilte.

Einmaliger Steuereffekt

Unter dem Strich resultierte ein Gewinn von 111,9 Mio. Fr. (i.V. 21,7 Mio.). Dabei profitierte Investis vor allem von der Steuerreform im Kanton Genf, die ab 2020 zu einem reduzierten effektiven kantonalen Steuersatz führen sollte. Wie bereits kommuniziert, konnte Investis dadurch latente Steuern auflösen, was den Gewinn um 61 Mio. Fr. erhöhte. Der Gewinn ohne Neubewertungserfolg lag 72% höher bei 33,8 Mio. Fr.

Im Segment Immobilien verzeichnete Investis einen Anstieg des Mietertrags um 4,1% auf 28,1 Mio. Fr. Dazu trugen Neuzugänge ins Portfolio im Gesamtwert von 1,34 Mrd. Fr. einen grossen Teil bei. Aber auch auf vergleichbarer Basis gelang gemäss Finanzchef René Häsler eine leichte Steigerung um 0,7%. Die jährliche Sollmiete wurde per Ende Juni mit 56,6 Mio. Fr. errechnet. Durch die Akquisition von sechs Liegenschaften in Genf im August liege sie nun bereits knapp unter 60 Mio. Fr.

Höhere Marge im Segment Services

Im Dienstleistungssegment lag der Umsatz mit 73,6 Mio. Fr. leicht über dem Vorjahr. Erfreut zeigte sich Investis über das deutlich höhere Betriebsergebnis (Ebit), das auf operativen Verbesserungen in beiden Bereichen, Verwaltung und Unterhalt, basiere. Die Restrukturierungen zu einer verbesserten Ebit-Marge von 8,3% geführt. Lange Zeit war die Profitabilität des Bereichs ungenügend gewesen.

Für das Segment Real Estate Services bleibe das Umfeld  herausfordernd. Der Verkauf der Verwaltungstochter Régie du Rhône bringe kurzfristig einen kleinen Margenrückgang. Das Ziel einer hohen zweistelligen Marge kann gemäss Häsler aber eingehalten werden.

Das Segment habe weiter Wachstumspotenzial, sagte CEO Bonvin. Nicht durch die Akquisition von weiteren Gesellschaften, aber durch die Übernahme von Portfolios zur Bewirtschaftung.

Investis ist insgesamt fokussierter am Start als Anfang Jahr. Nach der Zahlenpublikation rückten die Investis-Aktien weiter vor. Seit Anfang Jahr gewannen sie gut 16%, im Gleichschritt mit dem Segment Immobilien an der SIX. Die Dividendenrendite von 3,4% ist ordentlich. Im Kurs ist eine stattliche Prämie auf dem inneren Wert enthalten. Überdurchschnittliche Kursfortschritte sind auf diesem Niveau nicht zu erwarten.

 

 

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