Unternehmen / Finanz

Investment Banking der Deutschen Bank schwächelt

Die Deutsche Bank erleidet im zweiten Quartal unter anderem auch aufgrund des Konzernumbaus einen Verlust.

(Reuters) Die Deutsche Bank (DBK 8.745 -2.18%) hat im zweiten Quartal in wichtigen Geschäftsbereichen teils deutliche Einbussen hinnehmen müssen. Vor allem im Handel, aber auch in der Transaktionsbank verdiente das Institut weniger. Einen Zuwachs verzeichnete das Geldhaus im Geschäft mit vermögenden Kunden. Insgesamt stand wegen Milliardenkosten für den Konzernumbau nach Steuern ein Verlust von 3,15 Mrd. € zu Buche, wie das die Deutsche Bank am Mittwoch mitteilte. Das ist etwas mehr, als die Bank mit der Bekanntgabe ihrer neuen Strategie Anfang Juli bereits in Aussicht gestellt hatte.

«Wir haben bereits wichtige Schritte unternommen, um unsere Strategie umzusetzen und die Deutsche Bank zu transformieren», sagte Vorstandschef Christian Sewing. «Das schlägt sich auch in unseren Ergebnissen nieder.» Ohne die Belastungen für den Umbau, für den die Bank insgesamt mehr als sieben Mrd. € veranschlagt hat, wäre das Geldhaus profitabel gewesen.

Die Erträge in der Unternehmens- und Investmentbank brachen um 18% auf 2,94 Mrd. € ein. Vor Steuern fiel hier ein Verlust von 907 Mio. € an, nach einem Gewinn von 475 Mio. vor Jahresfrist. Im Aktienhandel, der im Zuge der Neuausrichtung aufgegeben werden soll, brachen die Erträge sogar um 32% auf 369 Mio. € ein. Aber auch im Beratungs- und Emissionsgeschäft, auf das die Deutsche Bank auch in Zukunft setzt, gingen die Erträge um knapp ein Drittel zurück.

Die Vermögensverwalter-Tochter DWS machte im zweiten Quartal dagegen Boden gut. Der bereinigte Gewinn vor Steuern stieg um 21% auf 185 Mio. €. Dabei half aber auch ein strenger Sparkurs.

Zur Neuausrichtung gehört auch der Abbau von weltweit 18’000 Jobs. Ein Fünftel der gesamten Bilanzrisiken wird in einer internen «Bad Bank» gebündelt.